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Ovivo Interview

Interview OVIVO / PT-Simon Mai 2001

Rent a Trainer – Fitness als Privatvergnügen

Cordelia Schwarzkopf im Interview Personaltrainer Simon Groß

Gibt es eine Lösung für alle, die abspecken wollen, aber nicht wissen wie.

Für diejenigen, die fit sein möchten, aber immer neue Ausreden finden, gerade heute nicht zu trainieren.
Für Stressgeplagte, die ständig denken sie müssten endlich etwas gegen ihre Rückenschmerzen tun, aber im Terminkalender keine passende Lücke finden.
Das Wundermittel gegen fortschreitende Erschlaffung und chronisch schlechtes Gewissen heißt Personal Training. Man nimmt sich einen Trainer, der einen individuell
betreut und beim Sprung vom Sofa aufs Laufband motiviert.

Was ist Personal Training?

Personal Training umfasst Fitness- und Ausdauertraining, Ernährungsberatung, Prävention und Entspannung. Das alles geschieht nach den individuellen Wünschen und Forderungen des Kunden. Was früher nur Prominente oder Politiker in Anspruch nahmen, macht sich auch im Kreise der „Normalsterblichen“ breit. Vor allem Menschen, die beruflich stark gefordert sind, oder Möchtegernsportler, bei denen der innere Schweinehund bisher immer den Sieg davontrug, sind mit Personal Training gut beraten.

Der private Sportlehrer stellt ein Programm zusammen, das sich nach dem Fitnessgrad und dem angestrebten Ergebnis des Klienten richtet. Die Eckpfeiler sind Individualität, Effizienz und Flexibilität. Ein Personal Trainer holt seinen Kunden morgens zum Joggen ab, geht in der Mittagspause mit ihm Schwimmen oder steht abends für ein Tennismatch bereit. Zum Training kommt er ins Büro, auf die grüne Wiese, Nachhause oder in ein Fitnessstudio.

Und weil ein freundlicher Antreiber ordentlich Geld kostet, lässt man einen Termin mit ihm nur im Notfall platzen. Eine 60minütige Trainingseinheit kostet bundesweit zwischen 80 und 150 US $. Empfohlen werden 2 – 3 Trainingstage pro Woche. Für sein Geld bekommt der Kunde eine Aufwärmphase von etwa zehn Minuten geboten, ein 40minütiges Training und ein abschließendes Cooldown mit Dehnungs- und Entspannungsübungen. Das Ganze mit eingebautem Spaßfaktor, mit Abwechslung und recycelbarer Motivation. Der persönliche Coach kann Abhilfe schaffen bei Gelenk- und Muskelschmerzen, er arbeitet am Aufbau von Ausdauer und Belastbarkeit, kann als fachkundiger Begleiter für eine Wettkampfvorbereitung gebucht werden, helfen, Stress abzubauen und beim Schlankwerden unterstützen. Mögliche Fehler korrigiert der Trainer sofort, Über- oder Unterforderung sind praktisch ausgeschlossen.

Ein wichtiges Element des Personal Trainings ist die Ernährungsberatung bzw. Ernährungsumstellung. Im Mittelpunkt steht vor allem bei Übergewichtigen eine Umstellung der Essgewohnheiten. “85 Prozent des Trainingserfolgs, macht die Richtige Ernährung aus“, behauptet Simon Groß, Personal Trainer aus Berlin. Der ehemalige Bodybuilder ist ausgebildeter Fitnesstrainer, Fitnessfachwirt, Ernährungsberater und Masseur.

Für seine Schützlinge ist er von 6.00 bis 22.00 Uhr erreichbar, einschließlich Wochenende. Davon macht z.B. Bernd Kindermann* Gebrauch. Der Steuerberater litt jahrelang unter Rückenschmerzen. Als nichts mehr half, vertraute er sich Simon Groß an. Seit sechs Monaten trainieren der Bewegungsprofi und der Zahlenmensch jetzt gemeinsam. Kindermann ist begeistert: “Meine Beschwerden haben extrem nachgelassen, und mein Körpergefühl ist besser geworden“, berichtet er. Er gibt zu, dass er das alleine nicht hinkriegen würde.

Was bietet ein Guter Personal Trainer?

Der Begriff Personal Trainer (PT) ist nicht geschützt. Ein qualifizierter Sportcoach sollte deshalb eine Trainerlizenz vorweisen können und Mitglied in einem nationalen Fitnessverband sein (z.B. Bundesverband Deutscher Personal Trainer e.V.). Als Hintergrund steht dem Personal Trainer eine fundierte Ausbildung gut, d.h. entweder ein Sportstudium oder ein Abschluss als Fitnessfachwirt (IHK). Wer anderen sagen will, wo es lang geht, braucht fundierte Kenntnisse im Bereich Medizin, Krankengymnastik und Ernährung. Selbstredend muss eine professionelle Sportskanone nicht nur körperlich fit sein, sondern auch geistig aktiv bleiben. Weiterbildung ist eine Selbstverständlichkeit, und die Trainingsmethoden sollten auf dem neuesten Stand der Medizinischen Erkenntnis sein.

Last but not least überzeugt ein Guter Personal Trainer durch sein Wesen. Erscheinungsbild und Zuverlässigkeit sind aussagekräftige Faktoren bei der Wahl des Trainers. Der richtige Coach hat Spaß am Sport und versteht es ebenso, seine Kunden anzufeuern wie aus einem Tief zu holen. Er nimmt die Wünsche seiner Kunden ernst und bagatellisiert weder Bedenken noch körperliche Grenzen des Partners.

Im Handgepäck hat der seriöse PT eine kostenlose Probestunde und einen unverbindlichen Beratungstermin. Bei schwierigen Fällen markiert er nicht den Allwissenden, sondern zieht einen Arzt zu Rate. Bevor es dann so richtig losgeht. Muss der PT einen Fitnesstest durchführen. Dieser besteht aus einem praktischen Teil und einem Fragebogen zur Krankheitsgeschichte des Kunden und möglichen Beschwerden. Gemeinsam mit dem sportlichen Einsteiger stellt der Personal Trainer dann einen Plan auf und formuliert ein realistisches Ziel.

Interview Personal Trainer Simon:

Simon Groß arbeitet als Personal Trainer in Berlin. Der 31 jährige hat vor sechszehn Jahren selbst mit Fitnesstraining begonnen und eine Laufbahn als Bodybuilder hinter sich. Seit einigen Jahren betreut er regelmäßig private Kunden. Simon Groß ist gelernter Fitnesstrainer und Ernährungsberater. Derzeit absolviert er bei der IHK eine Ausbildung zum Fitnessfachwirt. Ovivo sprach mit dem erfahrenen Personal Trainer.

Ovivo: Was unterscheidet Personal Training von einem Training im Fitnessstudio

PT-Simon: Die meisten Trainer in den Studios haben nicht genügend Zeit und sind selten gut ausgebildet, um sich um die Kunden individuell kümmern und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können. Personal Training ist ganz direkte Betreuung, nach dem Prinzip: “One- by- One“.

Ovivo: wer sind die Kunden, die sich einen Personal Trainer leisten?

PT-Simon: In der Regel sind es mehr Männer als Frauen. Die meisten sind Besserverdiener. Ich habe viele Selbstständige, Anwälte, Steuerberater usw. Die meisten hätten schon Lust, in ein Studio zu gehen, finden aber immer Ausreden, doch nicht hingehen zu müssen. Oder sie sind nicht bei der Sache, wenn sie allein trainieren. Im Fitnessstudio wird man schnell zur Karteileiche. Für viele Kunden liegt die Motivation auch in dem festen Termin. Wenn sie eine Verabredung haben, halte sie die auch ein.

Ovivo: Wie testen Sie die Fitness Ihrer Kunden?

PT-Simon: Meine Neuklienten füllen erst einmal meinen mehrseitigen Anamnesebögen aus. danach teste ich in einem Fitnessstudio, Koordination und Beweglichkeit an den Geräten. Den Fragebogen habe ich selbst entwickelt und im Laufe der Zeit immer wieder erweitert. Wenn es machbar ist, möchte ich von meinen Kunden auch ein aktuelles Blutbild bekommen und ein EKG. Bei komplizierten Fällen habe ich Ärzte, die ich zu Rate ziehen kann. Wer einen kranken Eindruck auf mich macht, den bitte ich, sich vor dem Training durchchecken zu lassen. Ich erwarte natürlich auch, das meine Kunden mir ehrlich Auskunft geben über Vorerkrankungen, Risikofaktoren oder akute Leiden. Ich muss auch wissen, ob jemand Medikamente nimmt.

Ovivo: Welchen Stellenwert hat neben dem Sport die Beratung.

PT-Simon: 85 Prozent des Erfolges macht die richtige Ernährung. Deshalb ist neben dem sportlichen Training hier die Beratung sehr wichtig. Ich fange mit meinen Klienten möglichst schnell mit der Nahrungsumstellung an. Nach etwa zwei Wochen bekommen meine Klienten zunächst einen Trinkplan, damit sie auf die nötigen Flüssigkeitsmengen kommen. Erste Ergebnisse stellen sich meist nach etwa fünf Wochen ein. Dann merken die Klienten, dass sie abgenommen haben, und bestimmte ihre Muskulatur stärker geworden ist.

Ovivo: Wo kann ein potentieller Kunde Informationen bekommen?

PT-Simon: Also meinen Service findet man im Internet